bild

Mittwoch, 15. Februar 2012

20.15 Uhr

A Separation – Nader And Simin

Simin, eine etwa 35-jährige Lehrerin, will den Iran verlassen. Sie hat dazu vor langer Zeit mit ihrem gleichaltrigen Mann Nader ein Auswanderungs­gesuch eingereicht, das kürzlich gut­geheissen wurde und nur eine gewisse Zeit gültig ist. Bloss nützt ihr das nichts, da Nader nicht mehr auswandern will, solange er seinen inzwischen schwer an Alzheimer erkrankten Vater pflegen muss. Simin möchte mit der gemeinsamen, etwa 15-jährigen Tochter Termeh trotzdem ausreisen, wozu sie sich aber scheiden lassen und das Sorge­recht erhalten muss. Damit ist Nader aller­dings nicht einverstanden und hat Termeh teilweise auf seiner Seite. Zum privaten und juristischen Seil­ziehen gesellen sich weitere Komplikationen sowohl privater als auch organisatorischer und juristischer Natur, die alle Beteiligten immer wieder zwingen, ihre Strategie anzu­passen. Dabei verfolgen alle beharrlich und klug ihre jeweils eigenen Interessen, suchen und finden aber immer wieder Kompromisse, weil die anderen zum Erreichen ihrer Ziele benötigt werden. Die juristischen Gefechte werden ohne Visier ausge­tragen, weil keine Rechts­anwälte im Spiel sind, wodurch die Persönlichkeiten der Figuren unver­mittelt offengelegt werden.

BERLINALE 2011 – GOLDENER BÄR – Bester Film SILBERNER BÄR – Beste Schauspielerin, Bester Schauspieler, Preis der Oekumenischen Jury

Regie: Asghar Farhadi, Iran 2011, 123 Min.
mit Leila Hatami, Peyman Moadi, Ali-Asghar Shahbazi, Shirin Yazdanbakhsh

Originalversion mit deutschen Untertiteln

Trailer zum Film