
Roman spricht seit sechsundzwanzig Jahren nicht. Er ist autistisch. Seine Freude am filmen und gefilmt werden sowie seine Beziehung zu seinem Betreuer Xaver ermöglichen ihm, Kontakt mit der Aussenwelt aufzunehmen. Die Beziehung zwischen Xaver und Roman ist jedoch ein ständiger Balanceakt zwischen Nähe und Distanz – zerbrechlich und von der Ungewissheit geprägt, ob sie womöglich nicht doch im letzten Moment zum Scheitern verurteilt ist. Als ein unerwarteter Schicksalsschlag Roman trifft, stellt sich die Frage nach den Möglichkeiten eines autistischen Menschen, Anteilnahme zu zeigen. Die Antwort des Films ist radikal anders, abseits von gängigen Vorstellungen, und appelliert an absolute Unvoreingenommenheit und unverstellte Sinnlichkeit. Ein Film von aussergewöhnlicher Intensität.
Lobene Erwähung der Jury «Cinéma Suisse» und der Jury «Regard Neuf» am VISION DU RÉEL – Nyon; Lobende Erwähnung der Jury «Premier Film» am CINÉMA DU RÉEL – Paris
Regie: Ramon Giger, Schweiz 2010, 74 Min.
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