Miriam Makeba (1932-2008) war die erste afrikanische Musikerin, die zum
internationalen Star wurde. Sie hat Musiker auf der ganzen Welt
inspiriert und ein internationales Publikum begeistert. Gleichwohl ist
sie den südafrikanischen Wurzeln ihrer Musik immer treu geblieben.
Ins Exil wurde sie schon 1959 getrieben, nachdem sie in dem
Apartheid-kritischen Dokumentarfilm Come Back, Africa mitgewirkt hatte.
Harry Belafonte half ihr, in die USA zu kommen, wo sie 1962 unter
anderem bei einer Geburtstagsfeier von John F. Kennedy auftrat, für
Marlon Brando sang und 1967 mit «Pata Pata» ihren ersten Welthit hatte.
Zu ihren musikalischen Partnern gehörten Harry Belafonte, Nina Simone
und Dizzie Gillespie.
Als sie 1968 den Black-Panther-Aktivisten
Stokely Carmichael heiratete und ins Fadenkreuz des FBI geriet, ließ
sie sich in Guinea nieder und setzte ihr Engagement gegen das weiße
Apartheid-Regime in ihrer Heimat von dort aus fort. Makeba starb im
November 2008 mit 76 Jahren nach einem Auftritt im italienischen Castel
Volturno.
Regie: Mika Kaurismäki, Finnland/Deutschland 2011, 90 Min.
Originalversion mit deutschen Untertiteln
Trailer zum Film