MITTWOCH, 11. DEZEMBER 2013, 20.15 Uhr

Ebbo und Vera Velten leben seit fast 20 Jahren inFormular verschiedenen afrikanischen Ländern. In Kamerun leitet Ebbo ein Schlafkrankheitsprojekt, in seiner Arbeit findet er Erfüllung. Vera hingegen fühlt sich in der internationalen Community von Yaoundé zunehmend verloren. Sie leidet unter der Trennung von ihrer Tochter Helen, 14, die in Deutschland ein Internat besucht. Ebbo muss sich entscheiden: entweder verliert er das ihm kostbare Leben in Afrika oder seine Frau, die er liebt. Mit jedem Tag wächst seine Angst vor der Rückkehr in die deutsche Heimat, die ihm inzwischen fremd geworden ist…und er entscheidet sich im letzten Moment gegen sie.Drei Jahre später trifft Ebbo auf Alex Nzila. Der junge französische Mediziner mit kongolesischen Wurzeln hat den Kontinent seiner Vorfahren schon lange nicht mehr betreten. Nun soll er im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation Ebbos Entwicklungshilfeprojekt evaluieren. Doch statt auf Hoffnung und neue Perspektiven trifft er auf einen destruktiven, verlorenen Menschen: wie ein Phantom entzieht sich der Doktor Velten seinem Gutachter.

BERLINALE 2011: SILBERNER BÄR FÜR DIE BESTE REGIE

Regie: Ulrich Köhler, Deutschland / Frankreich / Niederlande 2011, 91 Min., mit Pierre Bokma, Jean-Christophe Folly, Jenny Schily, Hippolyte Girardot, Maria Elise Miller, Sava Lolo, Französisch / Deutsch gesprochen teilweise mit deutschen Untertiteln