Suberg. Keine Perle des Mittellandes, sondern ein durch die Bahnlinie in zwei Teile geschnittenes, vom Bauboom zersiedeltes Kaff. Einer der insgesamt 612 Einwohner ist Simon Baumann. Aufgewachsen in Suberg, wieder wohnhaft in Suberg, alt werdend in Suberg – davon geht der 34-jährige Filmemacher jedenfalls aus. Die meiste Zeit seines Lebens hat Baumann also in diesem Suberg verbracht. Trotzdem sind dem Eingeborenen die meisten Dorfbewohner fremd. Dies zu ändern ist ihm ein Anliegen, doch sind die meisten Begegnungsstätten wie etwa der Dorfladen längst Geschichte. Warum also nicht im Männerchor mitsingen? Öfters steht Baumann zudem vor Hecken und an Türschwellen, er will diese Suberger kennenlernen. Einmal darf der «Buume» dann auch gleich «abfaahre» – seinerzeit hatten die politisierenden Eltern den Bau einer Bahnunterführung bekämpft, was manch ein Dorfbewohner ihnen nie verziehen hat.

Regie: Simon Baumann, Schweiz 2013, 90 Min. Dialekt